Salon vom 11. November 2018

„Von Zahlen und anderen Märchen“      (ausverkauft)

Unsere Gegenwart wird oft mit „Informationszeitalter“ charakterisiert. Eine unübersehbare Flut von Nachrichten aller Art stürmt auf diversen Kanälen auf uns ein. Was sind dabei „Fakes“, was „Fakten“ ?

Viele erhoffen sich von der Erfüllung des naturwissenschaftlichen Ideals der „Objektivität“ Hilfe oder gar Rettung. Zahlen sollen helfen, aus Behauptungen Tatsachen zu machen.

Aber der Mensch liebt letztlich Geschichten mehr als spröde Zahlenbelege. Und da sich hinter Zahlen Geschichten verbergen, wird das Leben doch wieder unberechenbar.

Zum Glück !

Die neue Reihe von „taparett y música“ befasst sich musikalisch und kabarettistisch mit diesen und ähnlichen Aspekten unseres modernen Lebens. Am 11. November steht das „Lied“ als Vertonung von Geschichten im Mittelpunkt der Musik, in Form von Arien oder als eigene, abgeschlossene Werke.

Wir freuen uns sehr, den Tenor José Martínez als musikalischen Geschichtenerzähler für diesen Salon gewonnen zu haben.

José Martínez

Der in Algemesi geborene Sänger fällt auf durch sein besonderes Timbre, welches man am besten mit einer „grossartigen Naturstimme“ umschreiben könnte.

Wie bei vielen Künstlern zeigte sich sein besonderes Talent bereits in früher Jugend. Seit dem siebten Lebensjahr singt er in diversen bekannten Chören mit. Er studierte Musik und Gesang bei Emilia Muñoz und Carmen Martínez am Konservatorium von Valencia und bei Concha Ruiz am Konservatorium von Carcaixent. Hier gewann er auch den Ehrenpreis EOG in der Sparte Gesang und erwarb sich den Titel eines Professors für Gesang.

Heute ist er ständiges Mitglied der „Valencian Academy of Music“, begehrter Solist in symphonischen Chorkonzerten wie “Die Schöpfung“ von Haydn, „Te Deum“ von Bizet, „Messias“ von Händel oder dem „Magnificat“ von Bach. Sein Repertoire umfasst aber auch die Titelrollen im „Freischütz“ von Weber, in „La Favorita „ oder „Lucia di Lammermoor“ von Donizetti oder „Madame Butterfly“ von Puccini.

Und besonders zu Hause fühlt sich Martínez in den zahlreichen Zarzuelas, der spanischen Form der Operette, in spanischen und italienischen Volksliedern und im deutschen „Lied“.

Vicente Giner

 

Virtuos begleitet wird José Martínez am Piano natürlich von „unserem“ Vicente Giner, der sich als Solist zudem auf ein besonderes Zahlenexperiment am Klavier einlässt.

 


Josef Wermuth
Und den kabarettistischen Teil bestreitet wie immer Josef Wermuth. Er kämpft mit der Eindeutigkeit von Zahlen, erklärt, weshalb Manager von grossen Konzernen keine Höhenangst haben dürfen, überreicht dieser speziellen Gattung Chefs einen besonderen Blumenstrauss, verirrt sich in der eigenartigen Namensgebung von Märchen und muss sich am Schluss dann doch wieder vom Experten Stemppenpach helfen lassen, damit die „Geschichten“ einigermassen ins Lot kommen …


DAS PROGRAMM IM DETAIL

1. Teil (ca. 50 Minuten)

Tomás Damas, El vito
Pablo Sorozábal, Romanza de Leandro
Federico Moreno Torroba, Amor, vida de mi vida

                Jetzt mal objektiv !

José Ribas, Por tu Amor
Francesco Alonso, Maitechu mia

                Manager haben keine Höhenangst

Georg Friedrich Händel, No lo diró col labbro
Giuseppe Verdi, La donna è mobile

PAUSE MIT TAPAS (ca. 45 Minuten)

2. Teil (ca. 50 Minuten)

Joplin/Schwertfeger, The Entertainer-Waltz

                Ich schenk Dir einen Blumenstrauss

Robert Schumann, Ich grolle nicht
Franz Schubert, An die Musik
Ermanno Wolf-Ferrari, Verborgen

                Das Fummelstilzchen

Franz Schubert, Ungeduld
Johannes Brahms, Sonntag
Franz Schubert, An Silvia

                Stemppenpach präzisiert

Ruggero Leoncavallo, Mattinata

Das Detailprogramm zum Ausdrucken
Detailprogramm vom 11. November 2018